Der Rücken

Unspezifische und spezifische Rückenbeschwerden

Rückenschmerz

Unter Rückenschmerzen versteht man Schmerzzustände, die in unterschiedlichen Bereichen des Rückens auftreten. Die Ursachen des Rückenschmerzes sind häufig Überlastungsschäden oder eine Kombination aus mechanisch-degenerativen Schäden und psychosomatischen Faktoren.

60 bis 70 % der 30- bis 60-jährigen Frauen, zunehmend auch jüngere Menschen, sind von Rückenschmerzen betroffen, bei den Männern sind es 65 bis 80 %. Bei rund 50 bis 60 % der von Rückenschmerzen Betroffenen besteht ein Zusammenhang der Schmerzen mit ihrem Beruf. Rückenschmerzen sind bei Männern der häufigste, bei Frauen der zweithäufigste Grund für die Arbeitsunfähigkeit. Von den Betroffenen, die länger als sechs Monate an Rückenschmerzen leiden, kehren 50 % wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Über 75 % aller Rückenschmerzen entstehen im Lendenbereich. Die Lendenwirbelsäule besteht aus fünf Wirbelkörpern, an die sich Kreuz- und Steißbein anschließen. Ist das Gelenk zwischen dem Kreuzbein und einem Teil des Beckenknochens (Darmbein) betroffen, spricht man von Kreuzschmerzen beziehungsweise von sogenannten iliosakralen Beschwerden. Das Gelenk heißt Kreuzbein-Darmbeingelenk oder Iliosakralgelenk, der Schmerz auch Iliosakralsyndrom (ISG-Syndrom). 

Rückenschmerzen sind zweithäufigster Grund für Krankenhausaufnahmen, sie sind führend bei der Bewilligung stationärer medizinischer Heilbehandlungen der Rentenversicherung und auch als Begründung für Berufs- und Erwerbsunfähigkeit. Nahezu 50 % der Anträge auf vorzeitige Rentengewährung gehen darauf zurück.  

In 87,5 % der Fälle handelt es sich um akute Beschwerden, 12,5 % sind chronisch. Patienten mit akuten Rückenschmerzen suchen ein- bis dreimal den Arzt auf, chronisch Rückenleidende vier- bis neunmal und öfter. 76 % lassen sich allgemeinärztlich behandeln, 12 % von einem Spezialisten, weitere 12 % erhalten keine kostenrelevante Therapie. In Großbritannien geht man von einer jährlichen Inzidenz von bis zu 45 % aus, wobei die 35- bis 55-Jährigen am häufigsten betroffen sind. Amerikanische Veröffentlichungen gehen davon aus, dass 5,6 % der US-Bevölkerung an jedem Tag unter Rückenschmerzen leiden, 18 % geben Rückenschmerzen im letzten Monat an, die Lebenszeitinzidenz wird dort mit mindestens 60-70 % angegeben. 

Man unterscheidet beim Rückenschmerz zwischen einem radikulären und einem pseudoradikulären Schmerz:

Beim radikulären (lat. radicula = kleine Wurzel) Rückenschmerz wird eine Nervenwurzel beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall gereizt. 

Beim pseudoradikulären Schmerz (= scheinbar-radikulärer Schmerz) sind Veränderungen in kleinen Gelenken der Wirbelsäule die Ursache der Rückenschmerzen. 

Weitere Unterscheidungsmerkmale können sein:

  • Hexenschuss (Lumbago): plötzlich auftretender Rückenschmerz 
  • chronischer Rückenschmerz: Rückenschmerzen, die seit mehr als drei Monaten auftreten 
  • Beinschmerz (Ischialgie) 
  • Kreuzschmerzen und Schmerzen in den Beinen (Lumboischialgie)

Ursachen

Rückenschmerzen entstehen durch körperliche (organische) und psychosomatische Ursachen sowie durch Fehlhaltungen und Fehlbelastungen.

Verletzungsbedingt
  • Bruch eines Wirbelkörpers
  • Wirbelkörperverschiebung
  • Abriss einer Nervenwurzel
Entzündung
  • Erkrankung des Nervensystems im Verlauf einer Borreliose (Neuroborreliose)
  • Entzündung der Wirbelkörper (Spondylitis)
  • Entzündung einer Bandscheibe (Diszitis)
Abnutzung / Degeneration
  • Arthrose (Gelenkverschleiß, z.B. Facettensyndrom)
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Veränderungen der Wirbelsäule im Bereich Lendenwirbel/Kreuzbein (lumbosakrale Spondylose)
  • Gleitwirbel (Spondylolisthesis)
  • Einengung des Rückenmarkkanals im Bereich Lendenwirbel/Kreuzbein (lumbosakrale Stenose)
  • Verengung eines Nervenaustrittspunkts
  • Versteifung der Brust- und Lendenwirbelsäule (z.B. bei Morbus Bechterew)
  • Bandscheibenvorfälle
  • Knochenverdickungen (Morbus Paget)
  • anatomische Längendifferenzen der Beine mit hieraus resultierenden Störungen der Statik
  • Instabilität der Wirbelsäule
  • Muskuläre Dysbalancen

Für 90 % aller Rückenschmerzen findet sich keine spezielle Ursache. Die Mehrheit der Menschen mit Rückenschmerzen hat eine gute Prognose. In über der Hälfte der Fälle verschwinden die Schmerzen innerhalb einer Woche, nach zwei Wochen sind ca. 80 % durch adäquate Therapie mit Schmerztherapie, orthopädietechnischen Hilfsmitteln und physiotherapeutischer Behandlung wieder weitgehend hergestellt.

Therapie

Sportverletzungen

Täglich verletzen sich in Deutschland mehr als 4.000 sportlich aktive Menschen, die meisten Sportler haben sich schon einmal verletzt.

Knie

Das hochbeanspruchte Gelenk im Körper ist häufig anfällig für Verschleiß und Verletzungen, Arthrose, Meniskus-Bänderverletzungen, vorderen Knieschmerz.

Hüfte

Arthrose, Impingementsyndrome, gelenkerhaltende Therapie…

Sprunggelenk & Achillessehne

Bänderverletzungen, Sehnenbeschwerden

Rücken

Unspezifische und spezifische Rückenbeschwerden

Schulter & Arm

Band- und Muskelverletzungen, Verkalkungen, Impingementsyndrome

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